Ehrung für Lixenfeld (111)

Rheinische Post vom 09.02.2010 - Peter Klucken

Mitglieder der Zeitzeugenbörse erinnern an das Jubiläum eines Duisburger Karnevalisten

 

Harald Molder, Vorsitzender der Zeitzeugenbörse Duisburg, setzt sich für eine gebührende Ehrung des Duisburger Komponisten und Karnevalisten Matthias Lixenfeld ein. Der Anlass liegt auf der Hand: Es gilt einen "närrisch-runden" Geburtstag zu feiern: Lixenfeld wurde vor 111 Jahren geboren. Lixenfeld, der 1986 starb, ist in die Duisburger "Karnevalsgeschichte vor allem mit seiner Mundart-Hymne auf seine Vaterstadt Duisburg bekannt geworden. Die ersten Zeilen heißen:

"Op min old Duisburg lott ek nex komme,
dat häww ek mich faß vorgenomme.
Min Duisburg eß, ek sägg üch dat,
för mich die allerschönste Stadt!"

1932 wurde das Duisburg-Lied in der alten Tonhalle uraufgeführt. Ungezählte, weitere Karnevalsschlager mit Duisburger Lokalkolorit kamen im Laufe der Jahrzehnte hinzu. Bereits vor zwei Jahren erfolgte der erste, damals jedoch nicht stark beachtete Aufruf, um Mitstreiter für eine Ehrung zu finden. Nunmehr hat im vergangenen November das "Jugendorchester der Stadt Duisburg" das Lied "Denn wozu haben wir unseren Wedaustrand" neu intoniert. Vom DEMAG-Chor hört man "Op min old Duisburg" bei jeder Probe in der Hochfelder Gaststätte "Im Bienenkorb". Hochfeld war übrigens der Geburtsstadtteil von Matthias Lixenfeld. Auch die Prinzengarde hat nach den alten Lixenfeld-Noten ihren "Gardemarsch" für den Stabsmusikzug neu schreiben lassen. Ein junges Mitglied der Zeitzeugenbörse hat mittlerweile Lieder auf dem Klavier eingegespielt.

"Darum muss es doch möglich sein, dass die im Duisburger Karneval aktiven Garden, Korps und Vereine, für die Lixenfeld ihre Lieder und Märsche geschrieben hat, dem am 11. September 1899 geborenen, großen Mann des Duisburger Karnevals zu Ehren anlässlich seines 111. Geburtstages eine Matinee geben," so Harald Molder. Erfreulich, so Molder, seien erste Gespräche mit den "Oldstädtern" verlaufen, die sich gerne an den Karnevalisten und Komponisten erinnerten und starkes Interesse an dem Projekt zeigten. Schließlich hat Lixenfeld ihr Vereinslied vom "Pfefferminzmariechen" geschrieben.

Von vielen Lixenfeld-Liedern sind noch die Texte und Noten erhalten. Darunter "Marieche, dunn mich doch en Rölleke"; "Wi häwwe utgeschlope" oder auch "Stadt Duisburg kreg en Zoo met Aape dren!" Molder: "Wir möchten den Versuch noch einmal unternehmen, diese Lieder wieder erklingen zu lassen und bitten alle Duisburger Karnevalsvereine, sich hier zu engagieren. Insbesondere die sangeskräftigen Freunde der ,Roten Funken' oder von ,Alle Mann an Bord' könnten viele Lieder wieder zu Gehör bringen."

 

 

Treffen geplant

In Kürze, jedenfalls kurz nach Aschermittwoch, möchten die Lixenfeld-Freunde zu einer Vorbesprechung in den "Bienenkorb" eingeladen. Der genaue Termin stand gestern noch nicht fest. Wer sich über Matthias Lixenfeld und die Pläne der Zeitzeugenbörse vorab informieren möchte, wende sich an den Vorsitzenden der Zeitzeugenbörse: Harald Molder, Am Finkenacker 30, 47259 Duisburg, Handy 0173 – 448 4805. Mail: haraldmolder@hotmail.com

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grafien (2017)

Duisburger Zechen in historischen Fotografien
(2016)

Walsum in historischen Fotografien (2016)

 

Duisburg-Ruhrort in alten Fotografien (2016)

Zeitsprünge:
Rheinhausen (2015)

Duisburg-Hochfeld und das Dellviertel (2015)

Duisburg-Homberg und -Hochheide (2015)

 

Duisburg-Meiderich (2014)

Zeitsprünge: Duisburg-Süd (2014)

 

Duisburger Hütten- werke (2014)

Die Duisburger Straßenbahn (2014)

 

Duisburg-Neudorf (2013)


Zeitsprünge: Alt-Duisburg (2013)

 
Rheinhausen (2013)

 

Duisburg im Bombenhagel (2012)

 
Duisburg-Duissern (2012)

 

Alte Gaststätten und Cafés (2012)

Duisburg-Großenbaum  und Rahm (2011)