Sie hat die Bücherei zum Treffpunkt entwickelt

WAZ/NRZ DU-Süd vom 03.01.2014 - Gabriele Beautemps

Die Räumlichkeiten sind nicht gerade der letzte Schrei. Trotzdem herrscht in der Bezirksbibliothek an der Sittardsberger Allee eine Atmosphäre, in der man sich auf Anhieb wohlfühlt. Dazu trägt nicht zuletzt Özlem Yalinci bei. Die Leiterin der Bücherei hat es in den letzten Jahren geschafft, „ihre“ Bücherei als Treffpunkt zu etablieren. Hier kann man nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch zahlreiche Veranstaltungen besuchen und sich mit anderen Lesern austauschen.

Vor dem Eingang zur Bücherei in der zweiten Etage des Bezirksamtes ermuntert Oberbürgermeister Sören Link zum Lesen – jedenfalls auf dem Plakat, das ihn als Bücherpaten ausweist. Drinnen ist eine Kinderschar damit beschäftigt, die Aufgaben der Bücherei-Rallye zu lösen. Eine Leserin fragt nach einer Empfehlung - „was Spannendes, aber nicht so brutal“ - eine andere will wissen, wie man E-books ausleiht.

Am Verbuchungs-Automaten streiten sich zwei Geschwister darüber, wer die Maschine mit den Büchern „füttern“ darf. Özlem Yalinci, ohnehin ein positiv denkender Mensch, ist Neuem gegenüber aufgeschlossen. „Das Gerät nimmt uns Arbeit bei der Verbuchung ab. Die gewonnene Zeit können wir für den Service nutzen“, sagt die Bibliothekarin. Den Apparat gibt’s seit zwei Jahren, seit der Anschaffung wurde keine Stelle einspart.

Auch E-Books steht sie positiv gegenüber. „Ich sehe das als Bereicherung, parallel zum gebundenen Buch“. Sie selbst nutzt die elektronische Variante gerne im Urlaub. „Das ist schon praktisch. Früher habe ich sechs dicke Wälzer in den Koffer gepackt und hatte nach einer Woche doch nichts mehr zu lesen“, erzählt die Frau, die Fantasy-Romane verschlingt.
Kinderprogramm liegt ihr am Herzen

„Ich habe mich schon als Kind gerne dort aufgehalten, wo Bücher waren“, sagt die junge Frau, die in Duisburg aufgewachsen ist. Nach dem Studium hätte sie auch als Wissenschaftliche Bibliothekarin arbeiten können. Doch Yalinci ging in eine Stadtbücherei, zunächst im westfälischen Greven. „Ansonsten hätten mir die Kinder gefehlt“.

Die Vorlesestunden für Kinder - vier davon pro Monat - sind ein Schwerpunkt bei den Veranstaltungen. „Zum Glück haben wir wunderbare Lesepaten, die uns seit Jahren treu sind“, sagt die Chefin, die das Engagement ihres gesamten Teams erwähnt wissen will.

Zu einem echten Renner hat sich das „Kabarett für’n Hut“ mit Matthias Reuter entwickelt. Ohne Voranmeldung kann man keinen Platz in den stets ausverkauften Veranstaltungen ergattern.

Vor allen Dingen bei Älteren sind die Nachmittage der Zeitzeugenbörse mit Harald Molder und Reinhold Stausberg beliebt, bei denen es mal um alte Kneipen, mal um Bauernhöfe geht. Auch der Buchholzer Autorenplausch mit Werner Zapp und Rainero Spahn lockt regelmäßig 50 Teilnehmer in die Bücherei. „Das geht natürlich nur, weil die Autoren auf ein Honorar verzichten“, hebt Özlem Yalinci hervor.

Die Bücher der ZeitZeugenBörse im Sutton Verlag:

 

 

Duisburg 100 Jahre in Bildern (Mai 2019)

 

Duisburg-Neuenkamp und Kaßlerfeld in alten Bildern (Februar 2019)

 

Laar, Beeck, Beecker-
werth in historischen Fotografien (2017)

Die Duisburger Eisen-bahnen in alten Foto-
grafien (2017)

Duisburger Zechen in historischen Fotografien
(2016)

Walsum in historischen Fotografien (2016)

 

Duisburg-Ruhrort in alten Fotografien (2016)

Zeitsprünge:
Rheinhausen (2015)

Duisburg-Hochfeld und das Dellviertel (2015)

Duisburg-Homberg und -Hochheide (2015)

 

Duisburg-Meiderich (2014)

Zeitsprünge: Duisburg-Süd (2014)

 

Duisburger Hütten- werke (2014)

Die Duisburger Straßenbahn (2014)

 

Duisburg-Neudorf (2013)


Zeitsprünge: Alt-Duisburg (2013)

 
Rheinhausen (2013)

 

Duisburg im Bombenhagel (2012)

 
Duisburg-Duissern (2012)

 

Alte Gaststätten und Cafés (2012)

Duisburg-Großenbaum  und Rahm (2011)