Geschichten aus der Duisburger Heimat

WAZ vom 20.10.2014 - Martin Schroers

Über 20 Bücher über Duisburg sind mittlerweile im Sutton-Verlag erschienen. Der Fundus der Zeitzeugenbörse ist oft die Grundlage. Nun versammelten sich die Autoren in der Mayerschen Buchhandlung und sprachen über die Stadtgeschichte und die Kunst und Arbeit des Schreibens.

Über 20 Bücher über Duisburg sind mittlerweile im Sutton-Verlag erschienen. Nun versammelten sich die Autoren in der Mayerschen Buchhandlung und sprachen über die Stadtgeschichte und die Kunst und Arbeit des Schreibens.

Joachim Schneiders großer Ordner ist voll mit historischen Postkarten, die Wanheimerort im Wandel der Zeit zeigen. Die ersten Motive stammen noch aus den Anfangsjahren des 19. Jahrhunderts und zeigen beispielsweise eine noch vollkommen unbebaute Kulturstraße. Mit diesen Erinnerungsstücken ist Schneider vor Jahren nach Erfurt zum Sutton-Verlag gereist. Dort war die Begeisterung groß. Mittlerweile schreibt der Wanheimerort-Experte an seinem dritten Buch über den Stadtteil.


Ausgabe über Rheinhausen derzeit sogar vergriffen

Inzwischen gibt es eine ganze Buch-Reihe über die einzelnen Stadtteile Duisburgs. Die Ausgabe über Rheinhausen ist derzeit sogar vergriffen und muss nachgedruckt werden. Die Grundlage für viele der Werke ist der große Fundus der Zeitzeugenbörse. Dort wird unter anderem jede Menge Bildmaterial gesammelt. „Der Fundus ist riesig. Außerdem können wir mit den Zeitzeugen dienen, die für die Texte enorm wichtig sind“, unterstreicht Harald Molder den Stellenwert der Börse, deren Autoren sich für zahlreiche Werke verantwortlich zeigen. Einige davon beschäftigen sich mit besonderen Themenschwerpunkten. Es gibt Lesestoff über die Hüttenwerke oder die Stadtbahn.

In einer Sache sind sich die Autoren einig: Gerade die Arbeit am Erstlingswerk ist besonders mühsam. „Da versucht man so viel Material wie möglich zu sammeln. Nach dem ersten Buch kamen viele Leute mit ihren Postkarten oder Bilder auf mich zu. Das hat alles sehr erleichtert“, berichtet Schneider, der immer wieder den Kontakt zur Zeitzeugenbörse sucht.

Aber nicht nur Bücher über die Vergangenheit sind Thema in der Mayerschen Buchhandlung. Silke Mayer und Thomas Höhndorf haben gemeinsam an dem Buch „Duisburg - die schönsten Seiten“ gearbeitet, das unterschiedliche Bilder der Stadt, wie zum Beispiel den herrlich illuminierten Weihnachtsmarkt zeigt. „Die beiden konnten sich lange Zeit für das Buch lassen und so die Motive zur passenden Zeit fotografieren. Deshalb setzen wir auf Autoren aus der Region“, sagt Markus Holzhauer vom Sutton-Verlag.

Für den Verlag lohnt sich die Arbeit in den einzelnen Regionen. „Das ist ein guter Markt, in den wir dort vorgestoßen sind“, versichert Holzhauer.


Veröffentlichungen
Weitere Werke über Duisburg

Rund 500 Bücher sind bislang im Erfurter Sutton-Verlag erschienen.

Weitere Werke über Duisburg werden demnächst veröffentlicht. Am 25. Oktober erscheint ein Werk über den Duisburger Süden, einen Monat später ein zweiter Band über Meiderich. Vor den Veröffentlichungen sind Lesungen vor Ort vorgesehen.

Die Bücher der ZeitZeugenBörse im Sutton Verlag:

 

 

Duisburg 100 Jahre in Bildern (Mai 2019)

 

Duisburg-Neuenkamp und Kaßlerfeld in alten Bildern (Februar 2019)

 

Laar, Beeck, Beecker-
werth in historischen Fotografien (2017)

Die Duisburger Eisen-bahnen in alten Foto-
grafien (2017)

Duisburger Zechen in historischen Fotografien
(2016)

Walsum in historischen Fotografien (2016)

 

Duisburg-Ruhrort in alten Fotografien (2016)

Zeitsprünge:
Rheinhausen (2015)

Duisburg-Hochfeld und das Dellviertel (2015)

Duisburg-Homberg und -Hochheide (2015)

 

Duisburg-Meiderich (2014)

Zeitsprünge: Duisburg-Süd (2014)

 

Duisburger Hütten- werke (2014)

Die Duisburger Straßenbahn (2014)

 

Duisburg-Neudorf (2013)


Zeitsprünge: Alt-Duisburg (2013)

 
Rheinhausen (2013)

 

Duisburg im Bombenhagel (2012)

 
Duisburg-Duissern (2012)

 

Alte Gaststätten und Cafés (2012)

Duisburg-Großenbaum  und Rahm (2011)