Karneval Anno Pief: Zeitzeugenbörse wahrt die jecke Tradition

WAZ vom 06.02.2017 - Dennis Bechtel

Die „Piraten des Südens“ begeisterten beim „Karneval Anno Pief" in den Rheinlust Terrassen in Wanheim das Publikum der Zeitzeugenbörse. Foto: H. Pischke/ZZB
Die „Piraten des Südens“ begeisterten beim „Karneval Anno Pief" in den Rheinlust Terrassen in Wanheim das Publikum der Zeitzeugenbörse. Foto: H. Pischke/ZZB

Zum vierten Mal lud die Zeitzeugenbörse zum „Karneval Anno Pief“ ein. Der Geschichtsverein erinnerte an das jecke Jubiläum der Mercatorhalle.

 

Die Zeitzeugenbörse befasst sich mit der Geschichte Duisburgs und bewahrt Traditionen. Auch bei der närrischen Sitzung „Karneval Anno Pief“ in der Gaststätte Rheinlust-Terrassen in Wanheim erinnerten die Mitglieder und ihre Gäste an frühere Zeiten. Und doch waren alle ganz in der Gegenwart. Denn heute wie damals rufen Narren „Helau“. Eine Garantie für Spaß, gemeinsames Singen und Schunkeln war Karneval eben schon immer.

 

Vorstände auf der Bühne und in der Bütt

Angelehnt war die Veranstaltung an das Sessionsmotto „Mit 5 x 11 in jedem Falle, ist närrisch die Mercatorhalle!“ „Wir greifen als Geschichtsverein natürlich das jecke, 55jährige Jubiläum der ,Guten Stube’ der Stadt auf, denn im Jahr 1962 erhielt diese ihren Namen,“ erklärt André Sommer, 2. Vorsitzender des Vereins Zeitzeugenbörse. Und so erinnerte das Bühnenbild an die Halle, die dort zu sehen war. Auch im Eingangsbereich war die Mercatorhalle zu finden: Vereinsmitglied Reinhold Stausberg hatte „ganz spontan“ ein kleines Modell der „guten Stube“ gebaut und stellte dieses dort zur Schau.

Wie bei den jecken Veranstaltungen der Zeitzeugenbörse in den drei vergangenen Jahren, setzte man auch in diesem Jahr auf Unterhaltung aus den eigenen Reihen. Vorstandsmitglieder wie André Sommer und Harald Molder standen auf der Bühne und gingen in die Bütt.

Besuch von Prinz und Kinderprinz

Doch auch adligen Besuch gab es natürlich zu feiern: Prinz Mark I. und Kinderprinz Dustin I. statteten den Narren ebenfalls einen Besuch ab. Schon ein wenig heiser von der anstrengenden Saison, aber dennoch gut gelaunt und als wahre Stimmungskanone präsentierte sich Mark I.. Es hat wohl bisher keine Veranstaltung gegeben, auf der er die Gäste mit seinem Lied „Duisburg olé“ nicht zum ausgelassenen Mitsingen animiert hat. Auch die Mitglieder der Zeitzeugenbörse hielt es im voll besetzen Saal daher kaum auf ihren Plätzen: Sie winkten dem Prinz und seiner Crew zu und sangen den Karnevals-Hit der Saison aus vollen Kehlen mit.

Auch wenn die Zeitzeugenbörse oft einen Blick zurück in die Geschichte wirft, so ist den Mitgliedern doch auch daran gelegen, Traditionen an die nächste Generation weiterzugeben. Wobei viele der jungen Bühnenstars, die dabei waren, ohnehin jede Menge Ahnung vom Karneval zu haben scheinen. Neben dem Kinderprinzen mit seiner Gefolgschaft zeigten auch das Tanzmariechen des Meidericher Carnevals Vereins (MCV) und andere Kinder verschiedener Tanzgarden, was in ihnen steckt. Einen Höhepunkt stellte sicher der Auftritt der Jungpiraten vom Verein „Piraten des Südens“ dar: Mit synchronen Tanzschritten und spektakulären Figuren brachten sie die Gäste zum Staunen.

Der Vergangenheit huldigten die närrische und verkleideten Gäste dann aber auch wieder: Die Roten Funken spielten mit dem „Stippeföttke“-Tanz, 1935 von Matthes Lixenfeld komponiert, ein Stück Duisburger Karnevalsgeschichte. Schließlich erinnerte „Teddy King“ mit seiner Hommage an das Rock-Idol Elvis Presley.

Zwei besondere Veranstaltungen hat die Rheinhauser Bücherinsel geplant. Rheinhausen gestern und heute - Wie sah Rheinhausen früher aus, wie haben sich Standorte im Laufe vieler Jahre verändert? Mit dem Bildband „Rheinhausen- früher und heute“ aus dem Sutton Verlag bekommen Rheinhauser die Gelegenheit, sich einmal mehr mit der Rheinhauser Geschichte zu beschäftigen. Am Mittwoch, 28. Oktober, um 19.30 Uhr, wird Harald Molder von der Duisburger Zeitzeugenbörse in der Rheinhauser Bezirksbibliothek am der Händelstraße 6 das Buch vorstellen und viele zum Teil bisher unveröffentlichte Fotos zeigen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, die Bücherinsel Rheinhausen wird an diesem Abend mit einem Büchertisch vertreten sein.

Ein Blick in die Geschichte | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/west/ein-blick-in-die-geschichte-aimp-id11178196.html#plx585613110

Die Bücher der ZeitZeugenBörse im Sutton Verlag:

 

 

Duisburg 100 Jahre in Bildern (Mai 2019)

 

Duisburg-Neuenkamp und Kaßlerfeld in alten Bildern (Februar 2019)

 

Laar, Beeck, Beecker-
werth in historischen Fotografien (2017)

Die Duisburger Eisen-bahnen in alten Foto-
grafien (2017)

Duisburger Zechen in historischen Fotografien
(2016)

Walsum in historischen Fotografien (2016)

 

Duisburg-Ruhrort in alten Fotografien (2016)

Zeitsprünge:
Rheinhausen (2015)

Duisburg-Hochfeld und das Dellviertel (2015)

Duisburg-Homberg und -Hochheide (2015)

 

Duisburg-Meiderich (2014)

Zeitsprünge: Duisburg-Süd (2014)

 

Duisburger Hütten- werke (2014)

Die Duisburger Straßenbahn (2014)

 

Duisburg-Neudorf (2013)


Zeitsprünge: Alt-Duisburg (2013)

 
Rheinhausen (2013)

 

Duisburg im Bombenhagel (2012)

 
Duisburg-Duissern (2012)

 

Alte Gaststätten und Cafés (2012)

Duisburg-Großenbaum  und Rahm (2011)