Zeitzeugen feiern Kneipenkarneval „Anno Pief“

WAZ/NRZ vom 04.02.2018 - Sabine Merkelt-Rahm

Da wo jahrzehntelang der Rosenmontagszug zu Ende ging, in der alten Traditionsgaststätte „Zum Hochfelder Markt“ feierten die jecken Mitglieder der Zeitzeugenbörse Duisburg jetzt im kleinen Kreis ihre sechste Karnevalssitzung „Anno Pief“. Dabei haben die Zeitzeugen den gemütlichen Kneipenkarneval alter Art im Sinn, bei dem es mehr um das Beisammensein und weniger um große Show-Einlagen geht.

 

Gerne gesehen sind aber spontane Darbietungen der Feiernden, wie Börsenchef Harald Molder bei der Begrüßung wissen ließ. Molder, der so reich mit Karnevalsorden dekoriert war, dass es schon an Leistungssport grenzte, erinnerte daran, dass 1929 in Hochfeld die „Ehrengarde Blau Weiß Duisburg“ gegründet wurde, die in diesem Jahr 90-jähriges Vereinsjubiläum feiert: „Und Matthias Lixenfeld, der Duisburger Karnevalist und Liederdichter, wäre in diesem Jahr 120 Jahre alt geworden. Wenn das kein Grund ist, dessen alte Duisburg-Lieder mal wieder zu singen und die Hochfeld-Serenade, dann weiß ich es auch nicht.“

 

Für den späteren Abend hat der Vorstand der Zeitzeugen noch ein paar Überraschungsgäste im Ärmel, aber so ganz freiwillig ist die Beschränkung auf das selbstgemachte Programm wohl nicht zustande gekommen. „Der Hauptausschuss Duisburger Karneval weiß scheinbar gar nicht, dass es uns gibt, wir sind mit unserer Veranstaltung nirgends aufgeführt“, klagte Molder.

 

Im Hintergrund läuft „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien“. Die Zeitzeuge erzählen sich Schwänke aus ihrer Jugend und amüsieren sich prächtig. Beisitzer Holger Christ hat als Offizier der Prinzengarde, oberster Böllerschütze im Schützenverein und achtfacher Wellensittichbesitzer ein reich gefülltes Nähkästchen, in dem es vor spektakulären Explosionen, schweren Uniformen und feucht-fröhlichen Abenden mit einem durstigen Fanfarenzug nur so wimmelt. Als Marvin Krupp alias Teddy King sich das Mikro schnappt und beweist, dass er nicht nur wie Elvis gekleidet ist, sondern auch fast so gut singen kann, gibt es kein Halten mehr. Bis auf die Hochfelder Straßen „In the Ghetto“ und „Muss i denn zum Städtele hinaus“.

Zwei besondere Veranstaltungen hat die Rheinhauser Bücherinsel geplant. Rheinhausen gestern und heute - Wie sah Rheinhausen früher aus, wie haben sich Standorte im Laufe vieler Jahre verändert? Mit dem Bildband „Rheinhausen- früher und heute“ aus dem Sutton Verlag bekommen Rheinhauser die Gelegenheit, sich einmal mehr mit der Rheinhauser Geschichte zu beschäftigen. Am Mittwoch, 28. Oktober, um 19.30 Uhr, wird Harald Molder von der Duisburger Zeitzeugenbörse in der Rheinhauser Bezirksbibliothek am der Händelstraße 6 das Buch vorstellen und viele zum Teil bisher unveröffentlichte Fotos zeigen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, die Bücherinsel Rheinhausen wird an diesem Abend mit einem Büchertisch vertreten sein.

Ein Blick in die Geschichte | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/west/ein-blick-in-die-geschichte-aimp-id11178196.html#plx585613110

Die Bücher der ZeitZeugenBörse im Sutton Verlag:

 

 

Duisburg 100 Jahre in Bildern (Nov. 2019)

 

Duisburg-Neuenkamp und Kaßlerfeld in alten Bildern (2019)

 

Laar, Beeck, Beecker-
werth in historischen Fotografien (2017)

Die Duisburger Eisen-bahnen in alten Foto-
grafien (2017)

Duisburger Zechen in historischen Fotografien
(2016)

Walsum in historischen Fotografien (2016)

 

Duisburg-Ruhrort in alten Fotografien (2016)

Zeitsprünge:
Rheinhausen (2015)

Duisburg-Hochfeld und das Dellviertel (2015)

Duisburg-Homberg und -Hochheide (2015)

 

Duisburg-Meiderich (2014)

Zeitsprünge: Duisburg-Süd (2014)

 

Duisburger Hütten- werke (2014)

Die Duisburger Straßenbahn (2014)

 

Duisburg-Neudorf (2013)


Zeitsprünge: Alt-Duisburg (2013)

 
Rheinhausen (2013)

 

Duisburg im Bombenhagel (2012)

 
Duisburg-Duissern (2012)

 

Alte Gaststätten und Cafés (2012)

Duisburg-Großenbaum  und Rahm (2011)