Heinebein

Heinebein erblickte am 2. Januar 1841 als Theodor Scheulen in Ruhrort das Licht der Welt. Sein Vater war der Schreinermeister Heinrich Scheulen, der jedoch als Gaukler über die Jahrmärkte am Niederrhein zog. Seine Mutter war bei seiner Geburt gestorben und so zog er schon früh mit dem Vater und einem Tanzbären durch die Lande. Besonders in jungen Jahren muss er manchen Schabernack getrieben haben, wie in einem Buch des Journalisten Hermann Jung aus dem Jahre 1932 zu lesen ist.

 

Nach dem Tod des Vaters kam er nach Duisburg, kaufte sich eine Ziehharmonika und zog damit durch die Straßen der Altstadt. Aber nicht nur in Duisburg, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus war er bekannt. Hatte er sein Ständchen beendet floss das Geld reichlich. Waren aber seine Zuhörer einmal nicht so spendabel, sang er das Lied zum Trotz noch einmal. Später ließ er aber auch gerne den Gesang wegen Heiserkeit ausfallen oder konnte wegen "Gicht ön dä Knök" oder "ut Truer över ose tode Kaiser" nicht spielen. Die Leute gaben trotzdem ihre "fif oder tien Penning".

 

Als alter Mann lebte er vermutlich in einem Altersheim. Am 28. April 1914 starb er im St.-Vincenz-Hospital am Dellplatz. Er wurde unter großer Anteilnahme der Duisburger Bevölkerung auf dem Alten Friedhof am Sternbuschweg beigesetzt. Es gibt die Legende, dass kurz vor dem Begräbnis zwei schwarz verhangene Pferde den Leichenwagen vorzeitig anzogen und die Tiere nur mit Mühe zu bändigen waren. Wollte sich der liebe Heinebein mit seiner eigenen Leiche davonmachen?

 

Lange Zeit war die Lage des Grabes unbekannt, bevor die "Oldstädter" es in einer entlegenen Ecke des Friedhofs gefunden haben. So kam Heinebein 20 Jahre nach seinem Tod zu einer schlichten Grabtafel und seine Grabstätte wird seitdem gepflegt. In der Altstadt gab es später die "Heinebein Klause" mit einer "Erinnerungssammlung". Aber auch Schnaps und Zigarren wurden mit seinem Namen verkauft. Matthias Lixenfeld widmete ihm das "Heinebein-Lied".

Die Bücher der ZeitZeugenBörse im Sutton Verlag:

 


Duisburg-Neuenkamp und Kaßlerfeld in alten Bildern (Juli 2018)

 

Laar, Beeck, Beecker-
werth in historischen Fotografien (2017)

Die Duisburger Eisen-bahnen in alten Foto-
grafien (2017)

Duisburger Zechen in historischen Fotografien
(2016)

Walsum in historischen Fotografien (2016)

 

Duisburg-Ruhrort in alten Fotografien (2016)

Zeitsprünge:
Rheinhausen (2015)

Duisburg-Hochfeld und das Dellviertel (2015)

Duisburg-Homberg und -Hochheide (2015)

 

Duisburg-Meiderich (2014)

Zeitsprünge: Duisburg-Süd (2014)

 

Duisburger Hütten- werke (2014)

Die Duisburger Straßenbahn (2014)

 

Duisburg-Neudorf (2013)


Zeitsprünge: Alt-Duisburg (2013)

 
Rheinhausen (2013)

 

Duisburg im Bombenhagel (2012)

 
Duisburg-Duissern (2012)

 

Alte Gaststätten und Cafés (2012)

Duisburg-Großenbaum  und Rahm (2011)